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Google Ads · Q4-Budget

Google-Ads-Budget im Q4 planen: Klickpreise, Break-even und was ungültige Klicks mehr kosten

Channable sah im vierten Quartal 2025 um 47,9 % höhere Ausgaben als im ersten, beim Klickpreis nur 9,1 % mehr, und andere Quellen nennen ganz andere Werte. Du bekommst die Spanne, die Rechnung für den Break-even-ROAS im Aktionspreis und ein Beispiel, was zusätzliches Budget an ungültigen Klicks mitkauft.

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Channable, EU und EWR
Werbeausgaben im vierten Quartal gegen das erste+47,9 %Klickpreis im selben Zeitraum plus 9,1 %, Händler in der EU und im EWR, 2025
Bianca, seacashback
Von Bianca, Gründerin von seacashbackAktualisiert am 6. November 2026 · 8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste

01Channable sah im vierten Quartal 47,9 % höhere Ausgaben als im ersten, bei einem um 9,1 % höheren Klickpreis. Ein Budget nach dem ersten Quartal trägt laut Channable nicht durch das vierte.
02Die Quellen nennen 9,1 %, 14 %, 16 % und 27 %. Das sind verschiedene Zeiträume und Messungen. Nimm deine eigene Kurve des Vorjahres.
03Bei 25 % Rabatt und 50 % Rohertrag steigt der Break-even-ROAS in diesem Beispiel von 2,0 auf 3,0. Ein Ziel zum Listenpreis passt nicht zum Aktionspreis.
04Mehr Budget kauft bei gleichem Anteil mehr ungültige Klicks mit, in Euro gerechnet. Das ist ein Beispiel, keine Aussage über dein Konto.

Wie viel mehr Budget brauchst du im Q4?

Das hängt von deinem Konto ab, aber es gibt einen Anhaltspunkt: Channable sah im vierten Quartal 2025 Werbeausgaben, die 47,9 % über dem ersten Quartal lagen. Der Klickpreis aller Google-Kanäle lag im selben Zeitraum 9,1 % höher. Der Rest ist rechnerisch mehr Volumen.

Die Zahlen stammen aus dem eCommerce Google Ads Benchmark von Channable. Er betrifft Händler in der EU und im EWR. Channable ist ein Anbieter für Produktdaten, die Zahlen kommen also aus dem Feed-Geschäft. Channable schätzt außerdem ein, ein Budget, das am ersten Quartal ausgerichtet sei, trage nicht durch das vierte. Das ist eine Einschätzung, kein Messwert.

Die Formel dahinter ist einfach, in Worten: Für gleich viele Klicks brauchst du so viel mehr Budget, wie der Klickpreis steigt. Steigt er um 9,1 %, brauchst du 9,1 % mehr Budget für dieselbe Klickzahl. Alles, was darüber hinausgeht, ist zusätzliches Volumen, also mehr Klicks, die du bewusst kaufst. Genau diese Trennung fehlt oft in der Planung: Wie viel Budget kostet der höhere Preis, und wie viel willst du für mehr Reichweite ausgeben?

Dein Budget kannst du beeinflussen. Dein Klickpreis hängt von der Auktion ab, aber wie viel Volumen du im vierten Quartal kaufst, entscheidest du. Lege deshalb zwei Zahlen getrennt fest: das Budget, das dein bisheriges Volumen zum erwarteten Preis kostet, und das Budget für zusätzliches Volumen.

Wie stark steigt der Klickpreis im Q4 wirklich?

Das lässt sich nicht mit einer Zahl sagen. Die Quellen messen Verschiedenes: Channable 9,1 % im Quartal, Lyonic 14 % in der Black Week, SmartSites zwischen 16 % und 27 % in einzelnen Wochen. Eine Agentur sah bei Shopping und Performance Max das ganze Quartal im Median nicht teurer als den Sommer.

QuelleWas gemessen wurdeWert
Channable (Produktdaten)Klickpreis aller Google-Kanäle, viertes gegen erstes Quartal 2025, Händler in der EU und im EWR9,1 %
Lyonic (Agentur)Klickpreis in der Black Week 2025, Median je Konto, 175 Konten, vor allem Onlineshops14 %
SmartSites (Agentur)Klickpreis je Woche gegen den Durchschnitt vom September 2025, 113 Onlineshop-Konten, vor allem US-Händler: Mitte November etwa 16 %, in der Woche ab 1. Dezember 2025 (Cyber Monday) 27 %16 % und 27 %

Die Werte sind nicht vergleichbar: andere Zeiträume, andere Bezugsgrößen, andere Konten. Alle drei verkaufen etwas: Channable Produktdaten, die beiden anderen Agenturleistungen.

Lyonic nennt zusätzlich einen Befund, der gegen die einfache Erwartung läuft: Bei Shopping und Performance Max war das vierte Quartal im Median nicht teurer als der Sommer. Black Friday und Weihnachten treiben den Klickpreis laut Lyonic nur an einzelnen Tagen. Das passt zu den Zahlen von SmartSites, die Spitzen in einzelnen Wochen zeigen, und zur kleineren Zahl von Channable für das ganze Quartal. Die Zahlen widersprechen sich nicht zwingend: Spitzen in einzelnen Wochen können im Quartalsdurchschnitt klein wirken. Das ist eine Lesart, kein Beleg.

Daraus folgt für die Planung: Es gibt keinen Aufschlag, den du einfach auf den Sommer rechnen kannst. Rufe in Google Ads deinen Klickpreis des Vorjahres nach Woche und Kampagnentyp ab und lege ihn neben den Sommer. Ob dein Preis stieg oder nur die Mischung deiner Klicks, erklärt der Abschnitt Warum steigen die Klickpreise? in unserem Artikel zu den Klickpreisen.

Welcher Break-even-ROAS gilt im Black-Friday-Preis?

Der Break-even-ROAS ist 1 geteilt durch die Marge. Bei 50 % Rohertrag liegt er bei 2,0. Gibst du 25 % Rabatt, sinkt der Preis auf 75, die Ware kostet weiter 50. Der Rohertrag ist dann 25 von 75, ein Drittel, und der Break-even-ROAS steigt in diesem Beispiel auf 3,0.

Der Rechenweg in zwei Schritten. Zum Listenpreis von 100 bleibt nach den Kosten der Ware ein Rohertrag von 50. Bei einem ROAS von 2,0 gibst du für 100 Umsatz 50 für Werbung aus, danach bleibt nichts übrig. Zum Aktionspreis von 75 bleibt nach denselben Kosten der Ware 25. Damit der Umsatz die Werbung trägt, darf diese höchstens 25 kosten, also ein Drittel des Umsatzes. Dafür brauchst du einen ROAS von 3,0.

Das Beispiel hat SmartSites in seinem Black-Friday-Beitrag genannt, ein Anbieter für Agenturleistungen. Du kannst es mit zwei Zahlen selbst nachrechnen. Wichtig ist die Folge: Ein ROAS-Ziel, das zum Listenpreis passt, passt nicht zum Aktionspreis. Lässt du das Ziel bei 2,0 stehen, erlaubst du Gebote, die beim Aktionspreis nicht mehr aufgehen.

Das gilt nur für die Artikel im Aktionspreis. Dein Rohertrag ist je Artikel verschieden, deshalb stimmen 2,0 und 3,0 nur für dieses Beispiel. Nimm deine echte Marge, bevor du ein Ziel änderst.

Listenpreis 100 BREAK-EVEN-ROAS2,0 Aktionspreis 75 BREAK-EVEN-ROAS3,0 WareRohertrag RECHENBEISPIEL

Was kauft zusätzliches Budget an ungültigen Klicks mit?

Bei gleichem Anteil mehr, in Euro gerechnet. Ein Beispiel: Ein normaler Monat hat 10.000 € Budget, im vierten Quartal sind es 47,9 % mehr, also 14.790 €. Bei 5,0 % ungültigen Klicks wären das 500 € im normalen Monat und 739,50 € im vierten Quartal.

Die 5,0 % sind der Durchschnitt über alle Kanäle in den Zahlen von Lunio, einem Anbieter von Klickschutz. Lunio wertete 414 Millionen Klicks in 88 Handelskonten aus, im Beobachtungsmodus, Stand 14. August 2026. Weil Lunio selbst Klickschutz verkauft, nimm den Wert als Anbieterzahl und nicht als Erwartung.

Das Beispiel hat klare Grenzen:

Warum der Anteil im November kleiner wirkt, steht im Black-Friday-Artikel.

NORMALER MONAT 10.000 €500 € ungültig Q4 14.790 €739,50 € ungültig gleicher Anteil: 5,0 % zahlt für echte Klicksungültig 1 PUNKT = 100 €, GERUNDET, BEISPIEL

Was kannst du bis Black Friday noch tun?

Black Friday ist am 27. November 2026. Bis dahin lohnen sich sieben Schritte. Die Reihenfolge zählt: Zuerst die Messung, dann das Budget, zuletzt Dinge, die erst nach Wochen wirken.

  1. Tracking prüfen, zuerst. Lernen Gebote auf falschen Werten, zahlst du im Aktionszeitraum für falsche Signale. Prüfe, ob Umsätze, Rabatte und Warenkorbwerte richtig ankommen.
  2. Budget in Stufen erhöhen, nicht als Sprung. Erhöhe in Schritten und sieh dir nach jedem an, ob Klickpreis und Ertrag mitspielen. So erkennst du früh, wenn der Preis stärker steigt als erwartet.
  3. Struktur nicht mehr umbauen, keine neue Performance-Max-Kampagne starten. SmartSites rät dazu, weil neue Kampagnen Wochen brauchen, um einzuschwingen. Das ist deren Einschätzung.
  4. ROAS-Ziel auf den Aktionspreis umrechnen. Rechne wie im Abschnitt Welcher Break-even-ROAS gilt? mit deiner echten Marge. Setze das neue Ziel, bevor die Aktion startet.
  5. Basiswert für ungültige Klicks jetzt festhalten. Notiere den Anteil in der Spalte „Ungültige Klicks“ und die Gutschriften der letzten Monate. Nur mit einem Ausgangswert erkennst du später eine Abweichung.
  6. Logs aufzeichnen. Belege gibt es nur ab Beginn der Aufzeichnung. Wer erst nach dem Verdacht anfängt, hat für die Wochen davor nichts in der Hand.
  7. Bei Verdacht einen Prüfantrag stellen. Er gilt für die letzten 60 Tage, wie die Google-Ads-Hilfe beschreibt. Wie er abläuft, steht im Abschnitt Wann lohnt ein Prüfantrag?. Google entscheidet, eine Zusage gibt es nicht.

Wie seacashback dir dabei hilft

seacashback prüft die Klicks auf deinen Landingpages, schließt erkannte Bots auf Kontoebene aus und dokumentiert ungültige Klicks so, dass du sie bei Google melden kannst. Du siehst vorab, wie viel deines Budgets betroffen ist, und entscheidest dann.

Der Klickschutz verändert die Auktion und deine Gebote nicht. seacashback ändert weder den Klickpreis noch das Gebot. Es dämpft, was ein echter Klick am Ende kostet, weil erkannte ungültige Klicks wegfallen. Das ist rechnerisch bei höherem Budget in Euro mehr wert, aber kein Versprechen für dein Konto. Wie verbreitet fehlender Schutz ist, zeigt unser Klickschutz-Report 2026: 97,7 % der Shops mit belegtem Google-Ads-Budget zeigen keinen erkennbaren Klickschutz (439 geprüft, Stand 2. November 2026). Mehr zum Ablauf steht unter So funktioniert's.

Häufige Fragen

Wie viel mehr Budget brauche ich im vierten Quartal?

Das hängt von deinem Konto ab. Für gleich viele Klicks muss dein Budget um so viel steigen wie dein Klickpreis. Channable sah bei Händlern in der EU und im EWR 47,9 % höhere Ausgaben als im ersten Quartal. Nimm deine Zahlen aus dem Vorjahr als Maßstab.

Warum passt mein ROAS-Ziel nicht zum Black-Friday-Preis?

Weil der Rohertrag je Euro Umsatz sinkt, wenn der Preis fällt und die Ware gleich viel kostet. Im Beispiel steigt der Break-even-ROAS bei 25 % Rabatt von 2,0 auf 3,0. Rechne dein Ziel auf den Aktionspreis um.

Steigt der Anteil ungültiger Klicks im vierten Quartal?

Das wissen wir nicht, und die Quellen belegen es nicht. Der Wert von 5,0 % ist Lunios Durchschnitt über alle Kanäle. Im Beispiel ändert sich nur der Euro-Betrag, weil mehr Budget mehr Klicks kauft. Dein Anteil kann anders aussehen.

Senkt seacashback meinen Klickpreis, und bekomme ich Geld gutgeschrieben?

Nein, seacashback ändert weder Klickpreis noch Gebot in der Auktion. Es lässt erkannte ungültige Klicks wegfallen und dokumentiert sie. Eine Prüfung bei Google kannst du beantragen, Google entscheidet und schreibt nur soweit angebracht und möglich gut.

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