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Google Ads · Black Friday

Black Friday 2026: So schützt du dein Google-Ads-Budget vor Bot-Klicks

Im Weihnachtsgeschäft wirkt der Anteil ungültiger Klicks oft harmlos, weil viele echte Käufer ihn verdünnen: In Lunios Auswertung von 414 Millionen Retail-Klicks lag er im vierten Quartal 2025 bei 4,18 %, danach stieg er auf 5,54 %. Wer bis zum 20. November startet, hat Black Friday und Cyber Monday in der eigenen Messung.

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seacashback Klickschutz-Report97,7 %der Shops mit belegtem Google-Ads-Budget zeigen keinen erkennbaren Klickschutz, 439 geprüft, 2. November 2026
Bianca, seacashback
Von Bianca, Gründerin von seacashbackAktualisiert am 4. November 2026 · 7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste

01Im Weihnachtsgeschäft sinkt der Anteil ungültiger Klicks oft, die Klicks selbst verschwinden aber nicht.
02Seit September 2026 stellt Google geeignete ältere Suchkampagnen automatisch auf AI Max um. Das solltest du vor dem Budgetsprung prüfen.
03Google filtert vieles automatisch. Eine Prüfung kannst du nur für die letzten 60 Tage beantragen.
04Wer bis zum 20. November startet, hat Black Friday und Cyber Monday in der eigenen Messung.

Warum sieht der Black Friday im Konto sauberer aus, als er ist?

Im Weihnachtsgeschäft kommen viele echte Käufer dazu. Das drückt den Anteil ungültiger Klicks, ohne dass diese Klicks verschwinden. In Lunios Auswertung von 414 Millionen Retail-Klicks aus 88 Werbekonten war das vierte Quartal 2025 mit 4,18 % das sauberste Quartal, danach folgten 5,28 % und 5,54 %. Lunio erklärt das mit Verdünnung: Im vierten Quartal waren es rund 6,6 Millionen ungültige Klicks, im zweiten Quartal 2026 rund 7,2 Millionen, obwohl der gesamte Verkehr gesunken war.

Für dich heißt das: Sieht dein Konto im November sauberer aus, ist das kein Beleg für weniger Betrug. Du zahlst in den Wochen mit dem höchsten Budget weiter für ungültige Klicks, sie fallen im Prozentwert nur weniger auf.

WEIHNACHTSGESCHÄFT4,18 %ungültige KlicksDANACH5,54 %ungültige Klicksmit KaufabsichtungültigPUNKTE OHNE MASSSTABViele echte Käufer verdecken die roten Punkte.

Einordnung der Quelle: Lunio verkauft selbst Klickschutz. Die Zahlen stammen aus Konten im reinen Beobachtungsmodus, zeigen also, was an den Filtern der Werbeplattformen vorbeikam. Die Länder der Konten nennt der Artikel nicht, es sind also keine deutschen Werte.

Was ändert sich in diesem Jahr durch AI Max?

AI Max erweitert Suchkampagnen über deine Keywords hinaus, auf Suchanfragen, die du nie ausgewählt hast. Am Anfang lief das sauberer als die normale Suche: Im vierten Quartal 2025 standen laut Lunio 2,46 % gegen 3,72 %. Im zweiten Quartal 2026 lag AI Max bei 5,28 %, das sind 72 % mehr als die normale Suche in denselben Konten. AI Max brachte da 55 % der Suchklicks, aber 68 % der ungültigen Suchklicks. Das ist eine Beobachtung und kein Beweis für die Ursache, und ein Teil dieser Klicks ist echter Zusatzverkehr.

Neu ist der Zeitpunkt: Seit September 2026 stellt Google geeignete ältere Suchkampagnen automatisch auf AI Max um, darunter solche mit dynamischen Suchanzeigen, automatisch erstellten Assets und weitgehend passenden Keywords auf Kampagnenebene. Du kannst also betroffen sein, ohne je zugestimmt zu haben, und zwar genau vor den teuersten Wochen des Jahres.

Suchklicks55 % AI MaxUngültige Suchklicks68 % AI MaxAI MaxAI Max, ungültigübrige KlicksGERUNDET, OHNE MASSSTABStand zweites Quartal 2026, Lunio

Welche Kampagnen sind am stärksten betroffen?

Nicht jede Kampagnenart ist gleich anfällig. Das sind Lunios Werte für Google, von Ende 2025 bis Mitte 2026:

KampagnenartUngültig im SchnittVerlauf
Shopping6,33 %von 4,16 % auf 7,51 %
Suche4,73 %in jedem Quartal gestiegen
Demand Gen4,59 %von 2,81 % auf 5,95 %
Performance Max4,43 %am flachsten
Displaynicht genanntvon 2,45 % auf 8,13 %

Performance Max sieht hier ruhig aus, hat aber zwei Haken: Es ist die größte Kampagnenart, und es mischt Suche, Shopping, Display und YouTube zu einer Zahl. Gute und schlechte Umfelder gleichen sich darin aus, und du kannst sie nur teilweise trennen.

Gib zusätzliches Budget in den Aktionswochen deshalb zuerst in die Kampagnen, die du am besten kontrollieren kannst, und erst danach in automatische Kampagnen.

Wie viel Budget kostet dich das?

Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Angenommen wird Lunios Durchschnitt von 5,00 % ungültigen Klicks, gleichmäßig über das Budget verteilt:

Budget je Aktionswochedavon ungültigüber 4 Wochen
5.000 €250 €1.000 €
20.000 €1.000 €4.000 €
50.000 €2.500 €10.000 €

Beispielrechnung, kein Messwert aus deinem Konto. Dein Anteil kann darüber oder darunter liegen.

Der direkte Verlust ist nur der erste Teil. Ungültige Klicks landen in deinen Remarketing-Listen und geben Smart Bidding falsche Signale. Der Algorithmus lernt dann, mehr von genau dem Verkehr einzukaufen, der nie kauft. Das zahlst du im Januar ein zweites Mal, über höhere Kosten je Verkauf.

Woran erkennst du ungültige Klicks in deinem Konto?

Kein einzelnes Signal beweist Betrug. Treten mehrere zusammen auf, lohnt sich ein genauer Blick:

  1. Klicks ohne Sitzung: Google Ads zählt deutlich mehr Klicks, als Analytics Besuche aus Google Ads sieht.
  2. Absprünge nahe 100 % bei einzelnen Platzierungen oder Suchnetzwerk-Partnern.
  3. Klickspitzen zu Uhrzeiten, in denen deine Kunden schlafen.
  4. Viele Klicks aus Rechenzentren statt aus privaten Anschlüssen.
  5. Formulare mit Fantasiedaten oder Bestellungen, die nie bezahlt werden.

Den ersten Punkt kannst du in wenigen Minuten selbst prüfen: Lege die Klicks einer Kampagne aus Google Ads neben die Sitzungen derselben Kampagne in Analytics, für dieselben Tage. Ein kleiner Unterschied ist normal, etwa durch abgelehnte Cookies. Wächst die Lücke ausgerechnet an den Tagen mit dem höchsten Budget, ist das ein Warnzeichen.

Was erstattet Google, und was nicht?

Google filtert ungültige Klicks laufend heraus. Was vor Ende des Abrechnungszeitraums auffällt, wird dir gar nicht berechnet. Was Google erst später findet, schreibt es als Gutschrift gut, laut eigener Hilfe „wenn angemessen und möglich“. Du findest diese Beträge auf der Rechnung unter „Unzulässige Aktivitäten“.

Für alles, was Google nicht selbst findet, gibt es den Prüfantrag. Der hat eine Frist:

Du kannst eine Prüfung ungültiger Zugriffe für Aktivitäten aus den letzten 60 Tagen beantragen.

Sinngemäß nach der Google-Ads-Hilfe zu ungültigen Zugriffen

Für den Black Friday am 27. November läuft diese Frist also bis zum 26. Januar, für den Cyber Monday bis zum 29. Januar. Ein Antrag ist keine Zusage, Google prüft und entscheidet selbst. Was zählt, sind Belege: Zeitpunkte, Herkunft und Verhalten der Klicks. Solche Belege gibt es aber erst ab dem Tag, an dem du misst. Was vorher geschah, lässt sich später kaum noch nachweisen.

Was solltest du bis zum 27. November erledigen?

  1. AI Max prüfen: Schau nach, ob Google deine Suchkampagnen umgestellt hat, und werte sie getrennt aus.
  2. Partnernetzwerk prüfen: Suchnetzwerk-Partner für die Aktionswochen abschalten oder getrennt auswerten.
  3. Ausschlüsse setzen: auffällige Platzierungen und IP-Bereiche vor dem Budgetsprung ausschließen.
  4. Budget stufenweise erhöhen statt über Nacht verdoppeln.
  5. Klickdaten sichern: Server-Logs und Analytics-Daten der Aktionswochen aufbewahren.
  6. Rechtzeitig starten: Dann fallen Black Friday und Cyber Monday in deine 30 freien Tage, und du hast Belege für den Antrag bei Google.
Dein Start27.11.Black Friday30.11.Cyber MondayAntrag bis26.1. / 29.1.nicht gemessen30 freie Tagemit Kaufabsichtungültignicht gemessenZEITACHSE OHNE MASSSTABNur Gemessenes zählt im Antrag.

Die ersten vier Punkte schaffst du an einem Nachmittag. Der fünfte braucht eine Einstellung bei deinem Hoster oder in deinem Analytics-Konto. Der sechste bestimmt, ob du die teuersten Tage des Jahres überhaupt belegen kannst.

Wie seacashback dir dabei hilft

seacashback prüft die Klicks auf deinen Landingpages, schließt erkannte Bots auf Kontoebene aus und dokumentiert ungültige Klicks so, dass du sie bei Google reklamieren kannst. Du siehst vorab, wie viel deines Budgets betroffen ist, und entscheidest dann.

Wie verbreitet fehlender Schutz ist, zeigt unser Klickschutz-Report 2026. Mehr zum Ablauf steht unter So funktioniert's, ein Beispiel aus der Praxis in der Case Study.

Häufige Fragen

Erstattet Google ungültige Klicks automatisch?

Zum Teil. Was Google vor der Abrechnung erkennt, wird nicht berechnet, was es später erkennt, schreibt es wenn möglich gut. Für alles andere kannst du eine Prüfung beantragen.

Lohnt sich das nur für große Budgets?

Der Verlust hängt am Anteil ungültiger Klicks und an deinem Budget. Wie viel das bei dir ausmacht, zeigt dir der Rechner in einer Minute.

Bis wann kann ich ungültige Klicks melden?

Der Prüfantrag gilt für die letzten 60 Tage. Für den Black Friday heißt das bis zum 26. Januar, für den Cyber Monday bis zum 29. Januar. Belege hast du aber nur ab dem Tag, an dem du misst.

Betrifft das auch Shopping und Performance Max?

Ja. Shopping hatte in Lunios Auswertung den höchsten Schnitt aller Google-Kanäle. Performance Max mischt viele Umfelder zu einer Zahl, die du nur teilweise trennen kannst.

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