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Google Ads · ROAS

Google-Ads-ROAS fällt: So prüfst du, ob ungültige Klicks mitspielen

Wie stark der ROAS fällt, hängt davon ab, wen du fragst: Die Quellen reichen von praktisch unverändert bis minus 46 %. Prüfe zuerst die üblichen Ursachen, dann dein Konto. Ungültige Klicks erklären nur einen kleinen Teil, und du kannst nachrechnen, wie klein.

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Die Spanne der Quellen
ROAS bei Performance Maxminus 46 %Channable, Performance Max, Händler in der EU und im EWR
428,5 % auf 430,9 %Optmyzr, ROAS aller Konten, erstes Quartal 2025 gegen erstes Quartal 2026

Die Quellen widersprechen sich.

Bianca, seacashback
Von Bianca, Gründerin von seacashbackAktualisiert am 6. November 2026 · 9 Min. Lesezeit

Das Wichtigste

01Die Quellen sind sich nicht einig: von praktisch unverändert (Optmyzr) bis minus 46 % bei Performance Max (Channable). Verlass dich nicht auf eine Schlagzeile, sondern auf deine eigenen Zahlen.
02Prüfe zuerst die Messung. Ein defektes Tag oder ein geändertes Cookie-Banner lässt Verkäufe verschwinden, die es noch gibt.
03Wegfallende ungültige Klicks verbessern den ROAS rechnerisch ein Stück. In Lunios Zahlen sind es höchstens 5,0 bis 6,8 %.
04Ob ungültige Klicks bei dir mitspielen, sagt nur dein Konto. Ein Prüfantrag bei Google gilt für die letzten 60 Tage, Google entscheidet.

Wie stark fällt der ROAS wirklich?

Das hängt von der Quelle ab. Channable misst bei Performance Max minus 46 %, Optmyzr sieht über alle Konten praktisch keine Veränderung. Beide Zahlen können stimmen, weil sie Verschiedenes messen. Wie dein Konto steht, sagen nur deine Zahlen.

QuelleWas gemessen wurdeWert
Channable (Produktdaten)ROAS von Händlern in der EU und im EWR, Juni 2025 bis Juni 2026Performance Max minus 46 %, Standard Shopping minus 43 %
Optmyzr (Werkzeuge für Google Ads)21.425 Google-Ads-Konten, erstes Quartal 2025 gegen erstes Quartal 2026Alle Konten 428,5 % auf 430,9 %, Performance Max minus 4,53 %
smec (Software für Budget und Zielwerte)Median-ROAS im europäischen E-Commerce, jüngster Wochenwert, Stand 2. November 20265,6 gegen 5,4 vor einem Jahr
adtribute (Auswertung für Online-Marken)D2C-Marken, Non-Brand, Last Touch aus Shop-Bestellungen, September 2026 gegen Vorjahrminus 14 %

Jede Quelle verkauft selbst etwas im Umfeld von Google Ads. Prüfe die Zahlen deshalb mit diesem Blick. Bei smec ist der ROAS eine Verhältniszahl, kein Prozentwert.

Die Werte passen aus mehreren Gründen nicht zusammen. Die Zeiträume sind verschieden: ein Jahr bis Juni 2026, ein Quartal, ein Monat, eine Woche. Channable betrachtet nur Shopping und Performance Max, Optmyzr alle Konten und Kampagnentypen. Die Kundenbasis ist eine andere: Händler in der EU und im EWR, Konten eines Werkzeug-Anbieters, D2C-Marken, europäischer E-Commerce. Und der ROAS stammt mal aus den Berichten der Plattform, mal aus Shop-Bestellungen. adtribute weist selbst darauf hin, dass der von Google gemeldete ROAS und der aus Bestellungen zugeordnete ROAS zwei verschiedene Zahlen sind.

Zwei Folgen für dich: Eine einzelne Schlagzeile beschreibt vor allem die Gruppe, die gemessen wurde, nicht dein Konto. Und wenn du von einem Rückgang liest, der größer oder kleiner ist als deiner, sagt das noch nichts darüber, ob bei dir etwas kaputt ist. Vergleiche dein Konto mit seinem eigenen Vorjahr, mit gleicher Zählweise und gleichem Kampagnentyp.

Warum fällt dein ROAS?

ROAS ist Umsatz geteilt durch Kosten. Er fällt, wenn der Wert sinkt, die Kosten steigen oder beides geschieht. Prüfe die Ursachen in dieser Reihenfolge, und fang mit der Messung an, sonst reparierst du etwas, das nicht kaputt ist.

  1. Messung und Tracking. Ein defektes Tag, ein geändertes Cookie-Banner oder eine geänderte Attribution lassen dich Verkäufe nicht mehr sehen, die es gibt. Dann fällt der ROAS nur im Bericht.
  2. Warenkorbwert, Preise, Aktionen und Lagerbestand. Sinkt der Wert je Bestellung, sinkt der Umsatz bei gleichen Kosten. Ein Rabatt oder ein leeres Lager wirkt sofort auf die Zahl.
  3. Klickpreise. Werden die Klicks teurer, steigen die Kosten bei gleichem Umsatz. Wie du das prüfst, steht im Artikel zu den steigenden Klickpreisen.
  4. Produktdaten. Schwache Titel, fehlende Angaben oder ein veralteter Feed lassen Anzeigen bei den falschen Suchen erscheinen. Das kannst du selbst ändern.
  5. Verteilung bei Performance Max. Die Kampagne kann Budget auf Kanäle außerhalb der Suche verschieben. Schau im Bericht nach, wohin die Ausgaben fließen und was sie einbringen.
  6. Gebotsziel und Budget. Ein zu strenges oder zu lockeres Ziel verändert, welche Auktionen du gewinnst. Prüfe, ob sich Ziel oder Budget zuletzt geändert haben.
  7. Klicks ohne Wert. Dazu zählen Besucher, die nie kaufen würden, und ungültige Klicks von Bots. Sie kosten Geld und bringen keinen Umsatz.

Punkt sieben ist der einzige, bei dem seacashback ansetzt. Bei den anderen sechs hilft es nicht.

Wie viel ROAS bringen wegfallende ungültige Klicks?

Rechnerisch wenig. Der ROAS nach dem Wegfall ist der ROAS vorher geteilt durch (1 minus Anteil der Kosten für ungültige Klicks), vorausgesetzt, diese Klicks wurden berechnet und hatten keinen Umsatz. Der Zuwachs ist klein.

Ein Rechenbeispiel: Du setzt 100 € ein und erzielst 400 € Umsatz, der ROAS ist 4,00. Von den 100 € gingen 5 € an ungültige Klicks ohne Umsatz. Fallen sie weg, bleiben 95 € Kosten für dieselben 400 € Umsatz, und der ROAS steigt auf 4,21.

Wie groß der Anteil ungültiger Klicks sein kann, zeigen die Zahlen von Lunio. Der Anbieter von Klickschutz hat 414 Millionen Klicks in 88 Handelskonten im Beobachtungsmodus ausgewertet, Stand 14. August 2026. Die dritte Spalte ist gerechnet: Anteil geteilt durch (100 minus Anteil), das ist derselbe Aufschlag wie bei den Klickpreisen im ersten Artikel.

KanalAnteil ungültiger KlicksROAS rechnerisch höher
Suche4,73 %5,0 %
Alle Kanäle5,0 %5,3 %
Shopping6,33 %6,8 %

Quelle der ersten Spalte: Lunio. Die dritte Spalte ist gerechnet und setzt voraus, dass ein ungültiger Klick im Schnitt so viel kostet wie ein echter.

Lies die Tabelle mit Vorsicht:

Stell diese Spanne nicht neben die großen Ausschläge aus dem ersten Abschnitt. Sie steht klein neben ihnen. Ungültige Klicks können ein fallender ROAS nur zu einem kleinen Teil erklären, und ob sie bei dir überhaupt eine Rolle spielen, kann nur dein Konto beantworten.

Umsatz 400 € Kosten100 € ROAS4,00 Umsatz 400 € Kosten95 € ROAS4,21 5 € ohne Umsatz weg Kosten mit UmsatzKosten für ungültige Klicks RECHENBEISPIEL

Woran erkennst du, ob ungültige Klicks deinen ROAS drücken?

Ein einzelnes Zeichen reicht nicht. Verdacht begründen mehrere Anzeichen zusammen: deutlich mehr Klicks in Google Ads als Besuche in Analytics, Klicks aus nicht beworbenen Regionen, eine Absprungrate nahe 100 % bei einzelnen Kampagnen und Klickspitzen ohne Bestellungen.

Google sagt selbst, dass ein Anstieg von Klicks oft andere Gründe hat: Budget, Gebote, neue Keywords, Targeting oder Saison. Die Spalte „Ungültige Klicks“ in Google Ads hilft dabei nur begrenzt. Sie zeigt, was Google schon herausfiltert und dir nicht berechnet, nicht das, was an den Filtern vorbeikam.

Vorsicht bei Fremdwerkzeugen: Manche markieren Klicks, die Google schon ausgefiltert hat. Zählst du deren Zahl und Googles Gutschriften zusammen, rechnest du manche Klicks doppelt. Frage nach, ob ein Werkzeug nur Klicks zeigt, die du bezahlt hast.

KLICKS INGOOGLE ADS BESUCHE INDER ANALYSE LÜCKE geht vor dem Laden keine Einwilligung ungültiger Klick Klick oder Besuchnicht gemessen ZAHLEN NUR ALS BEISPIEL, OHNE MASSSTAB

Was kannst du jetzt tun?

Geh in dieser Reihenfolge vor: Messung prüfen, die Ursachenliste abarbeiten, in Google Ads die Spalte und den Bericht zu Gutschriften ansehen, bei begründetem Verdacht einen Prüfantrag stellen. Starte die Aufzeichnung von Logs jetzt, denn Belege gibt es nur ab Beginn.

  1. Messung prüfen. Vergleiche Bestellungen im Shop mit den Verkäufen in Google Ads für denselben Zeitraum.
  2. Ursachenliste abarbeiten, Punkt für Punkt, bis eine Ursache gefunden ist, die den Rückgang erklärt.
  3. In Google Ads nachsehen. Öffne den Bericht zu Gutschriften für unzulässige Aktivitäten und die Spalte „Ungültige Klicks“. Laut der Google-Ads-Hilfe berechnet Google ungültigen Traffic nicht, den es vor der Abrechnung erkennt. Danach schreibt es „soweit angebracht und möglich“ gut, als Posten „Ungültige Aktivität“ unter „Korrekturen“.
  4. Prüfantrag stellen, wenn du Verdacht und Belege hast. Er gilt für die letzten 60 Tage, Google entscheidet, eine Zusage gibt es nicht. Was du vorbereiten musst, steht im Abschnitt Wann lohnt ein Prüfantrag? des Artikels zu den Klickpreisen.
  5. Logs jetzt aufzeichnen. Wer erst nach dem Verdacht beginnt, hat für die Wochen davor nichts in der Hand.

Wie hilft dir seacashback dabei?

seacashback prüft die Klicks auf deinen Landingpages, schließt erkannte Bots auf Kontoebene aus und dokumentiert ungültige Klicks so, dass du sie bei Google melden kannst. Die Auktion verändert es nicht. Es lässt erkannte ungültige Klicks wegfallen, und das verbessert den ROAS rechnerisch ein Stück.

Das ist, wie die Rechnung oben zeigt, nur ein kleiner Teil dessen, was bei einem fallenden ROAS passieren kann. Wie verbreitet fehlender Schutz ist, zeigt unser Klickschutz-Report 2026: 97,7 % der Shops mit belegtem Google-Ads-Budget zeigen keinen erkennbaren Klickschutz (439 geprüft, Stand 2. November 2026). Mehr zum Ablauf steht unter So funktioniert's.

Häufige Fragen

Verbessert seacashback meinen ROAS?

Nicht in der Auktion. seacashback lässt erkannte ungültige Klicks wegfallen, und das verbessert den ROAS rechnerisch ein Stück, wenn du für diese Klicks bezahlt hast. Gegen die übrigen Ursachen eines fallenden ROAS hilft es nicht.

Ist ein fallender ROAS ein Zeichen für ungültige Klicks?

Nicht von selbst. Häufiger sind Messung, Preise, Warenkorbwert, Produktdaten oder Gebotsziele die Ursache. Ob ungültige Klicks bei dir mitspielen, zeigen nur deine Kontodaten.

Warum nennen Quellen so verschiedene Werte für den ROAS-Rückgang?

Sie messen Verschiedenes: andere Zeiträume, andere Kampagnentypen, andere Kunden, und ROAS aus Plattformberichten oder aus Shop-Bestellungen. Die Werte reichen deshalb von praktisch unverändert bis minus 46 %.

Bekomme ich Geld von Google zurück, wenn ungültige Klicks meinen ROAS drücken?

Das entscheidet Google. Was Google erst nach der Abrechnung erkennt, schreibt es soweit angebracht und möglich gut. Zusätzlich kannst du für die letzten 60 Tage eine Prüfung beantragen. Eine Zusage ist das nicht.

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